Dagmar Ritter


Meine Pfalz


Entschleunigen in Graubünden

"Entschleunigen in Graubünden" nimmt uns mit in die beeindruckende Schweizer Bergwelt. Mit geschultem Blick zeigt Dagmar Ritter neben typischer Alpenflora samt Tierwelt ländliche Einfachheit und Romantik, die - auf den zweiten Blick - ein entbehrungsreiches aber erfüllendes Leben der dortigen Alpenbewohner widerspiegelt.

 

Vom Entdecken der Langsamkeit

 

Zwei kleine Alphütten, ein Tal und totale Entschleunigung, das ist ein Teil unseres  Val Medel in Graubünden. Mehrere Urlaube, vorzugsweise im Spätjahr, haben wir dort inzwischen verbracht. Von hier aus kann man wunderbare Ausflüge in die Umgebung starten, sei es mit der Rhätischen Bahn, mit dem Auto oder zu Fuss.

 

Die Rhätische Bahn bringt einen gemütlich nach Chur, St. Moritz , Arosa oder Davos und ist mit dem Graubündenpass sehr günstig :-)

Sie fährt an der spektakulären Rheinschlucht entlang durch Wälder, Wiesen und über Brücken und Viadukte, immer ein Genuss fürs Auge.

 

Per Auto und Bus erreicht man unter anderem das Valser Tal und das Val de Lumnezia, von wo man auch schöne Wanderungen und Spaziergänge starten kann .

 

Unsere Hütten waren einfache Alphütten: einfache Stockbetten, Holzofen, Wasser aus dem Brunnen und Plumpsklo im Nebengebäude.     Strom gibt’s nur über Solarpanel auf dem Dach.  So entdeckt man ohne Laptop oder Fernseher die Welt um sich herum und entschleunigt von Anfang an.  Das Leben beschränkt sich auf nur noch auf Kochen und Essen, Wandern und Fotografieren, Lesen und Schlafen. 

Es gibt nur noch die Geräusche der Natur: den Ruf des Rotmilan, das Summen der Bienen und natürlich Kuhglocken, deren Klang von der gegenüberliegenden Weide zu uns getragen werden. Das Röhren eines Hirsches morgens um 5 Uhr, direkt auf unserer Wiese vor unserer Alphütte, war ein unvergessliches Erlebnis.

 

Wetterwechsel haben wir mehrfach erlebt: man wacht morgens auf und stapft dann durch 3 cm bis zu 30 cm Neuschnee. Es war immer eine schöne und spannende Zeit hier oben.

 

Unsere Lieblingswanderung führte vom Lukmanierpass zur Camona di Cadagno - anstrengend, aber mit der besten Minestrone auf der SAC-Hütte. Murmeltiere haben uns begleitet, scheues Rotwild kann einem durchaus begegnen.  

Die Fotos können nur einen kleinen Eindruck vermitteln. 

Ich wünsche viel Freude beim Anschauen,

 

Dagmar Ritter